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Hydraulischer Heber

Dieser Hydraulische Heber wurde für die jährliche Anhebung von Gebäuden in polaren Gebieten entwickelt und gebaut.

Bauwerke in Polargebieten unterliegen der besonderen Bedingung, dass der dort fallende Schnee liegen bleibt und ein ortsfestes Gebäude mit der Zeit unter sich begräbt. Bisher müssen daher z.B. Forschungsstationen entweder nach wenigen Jahren Betrieb aufgegeben werden, da sie unter einer metertiefen Schnee- und Eisschicht verschwinden oder sie nutzen Hubvorrichtungen, um die Stationen regelmäßig aus dem gefallenen Schnee zu heben.

Die mechanische Adaption dieses Hebers ist für die Stationsfüße der Kohnen-Station und des Spurenstoff-Observatoriums an der Neumayer-Station-III konzipiert. Für jeden Stationsfuß ist jeweils ein Heber vorgesehen.

Kleinere Stationen bestehen im Wesentlichen aus einem Containerverbund, der auf einem Stahlrahmen steht. Dieser Rahmen steht auf Stahlstützen, die jeweils durch entsprechende Segmente verlängert werden.

Das Anheben der Station geschah bisher durch Zahnstangenwinden oder Hubzüge, die an allen Stationsbeinen angebracht wurden und von Hand bedient werden mussten. Diese Hebearbeiten waren physisch stark belastend und es wurde viel Personal benötigt, da mindestens 4 Winden gleichzeitig bedient werden mussten.

Das spezielle für diese Aufgabe entwickelte Hubsystem ist gekennzeichnet durch folgende Hauptmerkmale:

  • Kompaktaggregat mit elektromotorgetriebener Pumpe
  • Leichtbau Hubzylinder mit hohlgebohrter Stange
  • betreibbar unter polaren Temperaturen
  • einfache und robuste Konstruktion
Die technischen Daten im Einzelnen:
  • Gewicht: 35 kg
  • Anschluss: 3x400 VAC
  • Leistungsaufnahme: 0,3 kW
  • Betriebsdruck: 210 bar
  • Maximale Hubkraft je Zylinder: 200 kN
  • Hub des Zylinders: 150 mm
  • Hubgeschwindigkeit: ca. 30 mm/min
  • Umgebungstemperatur (Betrieb): -45 bis +25 Grad Celsius
  • Winkelausgleich (Zylinderachse/Hubachse): +/- 0,8 Grad

Aufgaben der IgH:

  • Konzeptionierung
  • Konstruktion
  • Komplette Realisierung
Auskunft erteilt: Dr.-Ing. Wilhelm Hagemeister


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(*) Hydraulischer Heber in Betrieb
(*) Kohnen-Station
(*) Quelle: AWI, Alfred-Wegener-Institut, Helmhotz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Dr. Gerit Birnbaum